Ich bin 1976 in Waiblingen als Tochter einer Gastarbeiterfamilie geboren. Mit der bewussten Entscheidung ein Kopftuch zu tragen, habe ich erlebt, wie viele Klischees und Vorurteile in der Gesellschaft fest verankert sind. Daher habe ich mir die Frage gestellt, wie wir mit diesem Denken als eine Gesellschaft zusammenleben wollen?


Über mich

Empathisch, prozessorientiert und kritisches Nachfragen zeichnen mich aus!

Mein Name ist Hatice Avci und ich bin als Erstes ein Mensch, dann Tochter, Schwester, Freundin, Frau, Mutter von zwei Teenagern, Tante, Aktivistin, Feministin, M.A. Soziale Arbeit als Menschenrechtsprofession, Empowerment-Trainerin für Women of Color (WoC) und vieles, vieles mehr. Bei meiner Aufzählung ist zu erkennen, dass jeder Mensch unterschiedliche Anteile in seinem eigenen Leben hat, die ihn prägen.

Ich bin 1976 in Waiblingen als Tochter einer Gastarbeiterfamilie geboren. Mit der bewussten Entscheidung ein Kopftuch zu tragen, habe ich erlebt, wie viele Klischees und Vorurteile in der Gesellschaft fest verankert sind. Daher habe ich mir die Frage gestellt, wie wir mit diesem Denken als eine Gesellschaft zusammenleben wollen/können. Mein Studium der Sozialen Arbeit mit dem Schwerpunkt rassismuskritische Migrationspädagogik und Forschung hat mir einen tiefen und umfassenden Blick auf gesellschaftliche Themen ermöglicht und gezeigt, diese analytisch zu betrachten. So habe ich mich in meiner Bachelor- sowie auch in meiner Masterarbeit mit der Thematik intensiv beschäftigt, wie sich gesellschaftspolitische Prozesse in der Gesellschaft durch Othering abbilden. Seitdem kämpfe ich bewusst zur politischen Selbstbestimmung von People of Color (PoC) und für den Abbau von rassistisch diskriminierenden Machtstrukturen in unserer Gesellschaft.

Meine innere Haltung ist unmittelbar davon geprägt, dass Menschen nicht aufgrund ihrer Herkunft bzw. ihres Aussehens als „Andere“ markiert und als Folge dessen von der Teilhabe an der Gesellschaft ausgeschlossen werden dürfen. Daher sollte die Grundüberzeugung ohne nachzudenken sein, das Leben zu schützen und zu bewahren. In diesem Zusammenhang entwickelte sich meine persönliche und politische Haltung zu einer Einheit, um diese Strukturen zu dekonstruieren, was mich zu meiner Selbstständigkeit geführt hat. Meine Schwerpunktthemen sind: Rassismus, Antimuslimischer Rassismus, diversitätsorientierte Organisationsentwicklung, Empowerment und Beratung.

Warum ich Seminare, Empowerment Workshops und Beratung anbiete?

In meiner Lebensphase der Trennung habe ich gemerkt, dass sich vor allem für Mädchen* und Frauen* of Color, Menschen mit Rassismuserfahrungen, kaum Ansprechpartner*innen aufzufinden sind. Daher fühlte ich mich oft nicht verstanden und alleine gelassen mit meinen Herausforderungen.

Daher bin ich seit 2009 ehrenamtlich in der Beratung für türkischsprachige Frauen aktiv. Doch der Spagat zwischen Arbeit und Ehrenamt wurde neben Kinder und Alltag herausfordernd. Mir wurde bewusst, dass ich diese besondere Lücke speziell in der Beratung und im Empowerment-Workshops füllen will. Somit habe ich mit 36 Jahren meinen Beruf als Bauzeichnerin aufgegeben und Soziale Arbeit studiert.

Als Trainerin gebe ich Unternehmen, öffentlichen Verwaltungen, Institutionen, Bildungseinrichtungen, Multiplikatoren, Menschen mit und ohne Rassismuserfahrungen Workshops und biete Beratungen an. Mein Fokus ist dabei, eine menschenrechtsorientierte Haltung und rassismuskritischen Blick zu erlangen, um die Perspektiven der Adressatinnen besser wahrzunehmen zu können sowie zu reflektieren. Ein besonderer Fokus liegt auf der Auseinandersetzung mit der eigenen Sozialisation und den Bildern in den Köpfen. Als Empowerment-Trainerin hat das prozessorientierte sowie reflektionsorientierte Arbeit mit den Adressatinnen für mich große Bedeutung.

Was macht mich entscheidend? Meine bewusste Auswahl zum Studium und meine persönliche Erfahrung als POC und die Erfahrung in der Community.

Des Weiteren habe ich über 10 Jahren Erfahrung in der Frauen- und Jugendberatung. Ich habe viel Erfahrung mit interdisziplinären Teams und daher ein hohes Methodenrepertoire.

Meine Biographie begleiten mehrere Aspekte, die mich maßgeblich prägten: Als Frau, als Women of Color begegne ich besonderen gesellschaftlichen Herausforderungen, die besondere Strategien benötigen. Daher war ich sowohl in allen beruflichen Arbeitsfeldern als auch im privaten Bereich gefordert, Perspektiven zu verändern und neue Wege zu gehen.

Daher ist meine Vision

Ich glaube an die Macht, die in jedem von uns steckt. Ich glaube Wertschätzung und Ehrlichkeit verbindet uns, stärkt uns und wirkt heilend für uns und unser Umfeld. Ich will gemeinsam mit Menschen die Gesellschaft neugestalten.

Qualifikationen

  • Master of Arts: Soziale Arbeit | Hochschule Esslingen, 2018
  • Bachelor of Arts: Soziale Arbeit | Hochschule Esslingen, 2016
  • Systemische Therapeutin DGSF (voraussichtlich 2022)
  • Systemische Beraterin I 2020
  • Expressive Arts in Transition (Exit) Trainerin, Eine Fortbildung zur Stabilisierung und Resilienzförderung für Menschen mit Streß- und Traumaerfahrung I adis e.v, 2021
  • Empowerment-Trainerin I adis e.V., 2018
  • Antidiskiminierungsberaterin, Antidiskriminierungsverband Deutschland I adis e.V., 2018
  • Bauzeichnerin I 1996
  • Weiterbildung in Interdisziplinäre Kooperation bei Trennung und Scheidung, Bildungsgerechtigkeit und Diversity, Rassismus und Trauma und sexualisierte Gewalt, …

Mein BERATUNGSANSATZ

  • In meiner Tätigkeit folge ich dem systemisch-konstruktivistischen Ansatz:

In der Systemischen Beratung werden komplexe Zusammenhänge der verschiedenen wesentlichen internen und externen Elemente untersucht und die Klienten im Hinblick darauf beraten. Die Methode beruht auf einer ganzheitlich-integrierenden Betrachtungsweise.

SYSTEMISCH

Wir Menschen agieren zu gleicher Zeit in unterschiedlichen Rollen (Tochter, Schwester, Frau, Arbeitskollegin, Freundin) innerhalb von komplexen Systemen und übernehmen eine bestimmte Aufgabe für das System.

KONSTRUKTIVISTISCH

Gleichzeitig sind wir alle durch unser Umfeld und die Gesellschaft unterschiedlich geprägt. Wir reagieren auf gleiche Situationen durchaus unterschiedlich, was zu Missverständnissen und Herausforderungen führen kann.

Entsprechen werden Ihre Herausforderungen unter Berücksichtigung Ihrer persönlichen Sozialisation und ihren Erfahrungen bearbeitet.

Meine METHODIK

Meine Beratungen sind primär Austausch in Interaktionsform.

Des Weiteren biete ich Ihnen als Hilfestellung bei der Klärung Ihres Beratungsanliegens auch alternative Methoden zum Gespräch an, zum Beispiel:

  • Aufstellung Ihrer beruflichen und persönlichen Systeme
  • Rollenspiele „Theater der Unterdrückten“ nach Augusto Boal
  • Perspektivwechsel, indem Sie sich in Werte und Sichtweisen von Personen Ihres beruflichen und persönlichen Umfeldes hineinversetzen
  • Achtsamkeitsübungen zu Selbst- und Fremdzuschreibungen
  • Analysieren der gesellschaftlichen und politischen Machtstrukturen, innerhalb denen sie sich in Ihrem Alltag bewegen
  • Reflexion über Ihre Aneignungen und deren Konsequenz

Als Teil meiner Methodik verstehe ich darüber hinaus meine empathische und wertschätzende Art Ihnen gegenüber sowie meine Grundannahmen, dass Sie sich persönlich weiterentwickeln und über sich hinauswachsen wollen.